Auf dem Podium bei der #AKEP12

Die Interessenvertretung des Deutschen Buchhandels (Buchhändler, Verlage und alles drum herum) ist der Börsenverein des deutschen Buchhandels. Da ich Verleger bin bin ich dort Mitglied. Im Gegensatz zur IHK werden hier tatsächlich Themen behandelt, die mich interessieren und betreffen. In diesem gibt es seit zwanzig Jahren den Arbeitskreis elektronische Publikation, welcher sich in einer jährlichen Konferenz trifft und interessierte über ihre Themen informiert. Das diesjährige Thema war etwas provokant gewählt: „Programm: ePiraten – Freibeuter, Wegelagerer, Innovatoren?„.

AKEP 12 Podiumsdiskussion

AKEP 12 Podiumsdiskussion CC-NC-BY

Ich war in meiner Doppelrolle als Piratenpartei-Mitglied und Verleger für das Podium eingeladen. Neben mir saßen, Kathrin Passig (Autorin), Peter Kraus vom Cleff (Geschäftsführer Rowohlt Verlage), Marcel Weiß (Blogger), Matthias Leonardy(GVU) sowie Stefanie Leo(Leserin). Die Moderation übernahm Dr. Torsten Casimir welchen ich vom Podium aus Leipzig kenne.

Zuvor eröffnete Sascha Lobo mit seiner guten Keynote „Die Zukunft des Buchstabenverkaufs“ die Veranstaltung. Zu meinem bedauern musste ich feststellen, dass er die iPhone-Hülle, die ich ihm 2010 geschenkt habe, nicht mehr benutzt.

Zu beginn unseres Podiums hatten wir zehn Minuten Zeit unseren Standpunkt dar zustellen. Dies hatte ich in der Einladung überlesen und musste etwas improvisieren. Dennoch erhielt ich nachher viel Lob für meinen guten Beitrag.

So kann es gehen. Das Podium selber war viel zu kurz, dafür ergaben sich sehr viele Gespräche im Verlauf der Tagung. Meinung der meisten war: DRM nutzt weder dem Kunden noch dem Verlag und dass man einzelne Nutzer nicht abmahnen möchte. Nur die großen und kommerziellen Tauschbörsen sind ihnen ein Dorn im Auge. Also sind die Positionen der Piraten und dieser Verlage doch recht nah beisammen.

Ich wohnte noch als Gast der Piraterie-Kommission bei. Wir hatten viele gute Gespräche mit dem Publikum bei dem jeder seine Anekdoten zum Thema Abmahnung und Urheberrecht zum Besten gab.

Alles in allem eine sehr angenehme Veranstaltung die viel offener und konstruktiver verlief, als ich zunächst befürchtete.