Die richtige Ausrüstung

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Ich hatte nie vor in Kriegsgebiete zu gehen, ich wollt nie Fotograf werden und ich habe mich nie für Schuhe interessiert. Dennoch musste ich irgendwie in den letzten Jahren sehr viel Equipment kaufen und habe dabei genug Lehrgeld gezahlt. Inzwischen bin ich mit allem sehr zufrieden und werde oft gefragt, was ich warum gekauft habe. Daher möchte ich dazu mal etwas schrieben, unter dem fetten Disclaimer: Ich bin kein Experte dafür!

Die richtige schußsichere Weste
Der wohl wichtigste Teil der Ausrüstung sind Weste und Helm. Das ist die Lebensversicherung und kein Schwein kennt sich mit so etwas aus – aber alle sind Experten dafür! Also habe ich mir angeguckt, was es auf dem Markt gibt und was wo benutzt wird. Am Ende bin ich bei der Bristol Weste gelandet, welche die britische Armee benutzt (hat), welche durchaus kampferfahren ist. Das Dingen trägt etwas auf und ist mit 16Kg nicht gerade leicht. Aber man hat dank der dicken Platten Schutzklasse 4 (also bis zur Kalaschnikow), einen Kragen bis zu den Ohren und einen ordentlichen „Eierschoner“ und war für den Preis eines gebrauchten Kleinwagens zu haben. Die Weste hat sich bisher bewährt, auch wenn die das Fluggepäck fast alleine einnimmt. Wenn ich mir noch mal etwas kaufe, wird es aber etwas leichteres, kleineres, wie es jetzt aktuell ist.

Kevlar-Helm
Beim Helm habe ich schlichtweg kurzfristig einen Kevlarhelm beim Händler bestellt, der binnen 24h lieferbar war und offensichtlich auch u.a. bei der britischen Armee eingesetzt wird.

Handy: Getnord Onyx
Getnord_Onyx_asahi_glassBeim Handy bin ich schon eher Experte und weiß, was ich möchte. Mein erstes Smartphone mit Internet hatte ich 2000, seitdem ist einiges passiert. Es soll einen dicken Akku haben, wasserfest sein, Stürze überleben, mit Android laufen, genug Speicher und LTE haben. Da wird die Auswahl eng und ich landete beim Getnord Onyx. Das sieht etwas brachial aus, ist aber irre stabil. Es hat schon etliche Stürze und Tritte überlebt, ist durchs Auto und vom Motorrad geflogen und lebt einfach weiter. Der Akku hält bei meiner üppigen Nutzung 20-24h (zum Vergleich: Das One+ one musste ich alle 8-10 Stunden laden). Das Onxy entspricht den Standards MIL-STD-810G und IP-68 und lässt sich auch von Hundebissen nicht stören. Das Display ist gut, der Speicher dank Micro-SD Karte bis 32GB groß und die Bedienung ist einwandfrei.
Schade ist die nicht so gute Kamera, dass es langsamer ist als die aktuellen high-end Geräte und dass es kein OTG kann (was aber auch sonst fast niemand braucht). Für unter 400€ ein super Gerät, was auch die IS-Front problemlos überlebt und auch hier im Alltag alle normalen Anforderungen erfüllt.

Spiegelreflex-Kamera für Kriegsgebiete
Meine erste Kamera war eine russische Zenit Spiegelreflex Kamera. Die war solide und ich habe mal ganz grob die Basics gelernt und wieder vergessen. Jahre Später habe ich die Möglichkeit gehabt, ein paar Nikon-Objektive zu „erben“. Richtig gute Objektive, die aber aus der Analogzeit kamen und keinen eingebauten Motor hatten – und diese Information musste ich erst mal verstehen. Also im Internet geforscht, was es so an DSLR-Bodys gibt und was man ausgeben will. Am Ende landete ich bei einer Nikon D7000, welche ich bis heute habe. Dazu einen Batterie-Griff, zwei Videoleuchten, eine Transcend WiFi Karte und ca 2TB Speicher in anderen SD-Karten und einen Stapel Objektive: Sigma 10-20 mm, Sigma UC Zoom 28-70mm 3.5-4.5,  Sigma 30mm 1.4 EX DC HSM, Sigma AF 85mm 1.8, Sigma UC Zoom 70-210mm 4.0-5.6, Sigma AF 135-400mm 4.5-5.6D APO, Walimex 500mm 6.3 MF und das Kit Objektiv Nikon Nikkor 18-55mm 3.5-5.6 AF-S VR DX G
Als Rucksack hat sich der Lowepro Fastpack 350 bewährt, auch fürs Handgepäck. Dazu kommen 2 Actioncams (Denver und Mobius) sowie Stapel an Akkus.

Kleidung und anderes
Der Rest meiner Ausrüstung besteht aus diversen bequemen Klamotten, Haix Stiefeln, einem Combat 1st Aid Kit, welches mir ASC Germany gesponsert hat und einer Wasserflasche. Wenn euch weitere Details interessieren, fragt einfach.

  • bnn_y

    Hast du auch speziell etwas an Training absolviert um auch in dem Bereich vorbereitet zu sein. Das Video von deinem Driver Training kenne ich. Ich dachte eher an Erste Hilfe oder Verhalten in Krisengebieten oder sowas