Ernst, aber nicht aussichtslos

Im Herbst erwartet uns eine Bundestagswahl. Das Programm hat Löcher, in der Vergangenheit wurden Fehler gemacht und wir haben über 30.000 Piraten, die sich oft kaum kennen. Wie Otto-Ludwig Piffel in dem Film One, Two, Three schon sagte: „Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos“. Nun kann man zu Hause sitzen und über die Probleme der Vergangenheit sinnieren oder man kann etwas daran ändern.

Mich persönlich stört, dass ich viel zu wenige Piraten in anderen Bundesländern mal selber gesprochen habe. Immer wenn ich dann mit mir fremden Piraten spreche, merke ich, was wir spannendes zusammen machen können und bekomme immer wieder mit, was für wirre Gerüchte um meine Person im Umlauf sind (so bin ich anscheinend z.B. für LSR, gegen die Privatkopie und beantworte grundsätzlich keine Fragen, die an mich gerichtet werden ;).

piratenpartei-gesundheitskongress-2013

Was liegt also näher, als sich mal die Republik anzusehen und ein paar Leute zu treffen. Da ich aus Bochum komme und nach NRW einige Kontakte habe, war das nun mein erstes Ziel. Der Gesundheitskongress der Piraten fand in Essen statt, dort konnte man einige Leute treffen. In Zukunft möchte ich das gleiche mit anderen Regionen und Bundesländern machen.

Das erste Treffen war mit dem Listenkandidaten Andreas Graaf und der aktiven Tierschutz-Piratin Julia von der Ahr. Beide kannte ich bereits. Wir unterhielten uns über die aktuelle Lage der Partei an sich, über die Situation in NRW und über die Lage in Berlin. Mit ortskundigen aktiven Piraten live zu sprechen, ist nun mal durch keine Mailliste und kein Mumble zu ersetzen. Neben der ganzen Politik vergisst man oft auch, dass die Kandidaten ihren Job aufgeben und umziehen müssen. Man muss sich in der neuen Stadt zurecht finden, eine Wohnung suchen und vieles mehr. Und ganz nebenbei muss man mit einem ungewohnten Medienrummel sowie der Belastung als Mandatsträger klar kommen. Zumindest bei Teilen davon kann ich helfen, und sei es nur mit einem Gästezimmer und stabilem Internet in den ersten Wochen,

Später unterhielt ich mich mit dem neuen Pressesprecher Uwe Stein. Der bisherige ist vor kurzem zurückgetreten. Was kann ich in Berlin für die NRW-Listenkandidaten tun? Was können wir beide tun, um besser zusammen zu arbeiten? Wie unterscheidet sich die Pressearbeit im Flächenland und im Stadtstaat? Das Gespräch war sehr interessant. Wir haben uns in Ruhe live unterhalten, kamen gut miteinander aus und hatten auch direkt ein paar Ideen. Eine gute Basis, um in Zukunft auch besser per Internet zu kommunizieren.

Auch ist es immer spannend Leute zu treffen, die man nicht erwartet hatte, die man von Twitter „kennt“. Oft gibt es dabei Überraschungen der positiven oder negativen Art. Diesmal aber keine. Einfach nur viele nette Menschen getroffen, die wohl alle den NEUSTART2013 mit anpacken wollen.