Meine kleine Volkspartei – ein mini-review

Meine-kleine-Volkspartei-mittel-179x300Auch wenn das Buch „Meine Kleine Volkspartei“ von Wolfgang Gründiger nun schon seit einigen Wochen auf dem Markt ist und man mich großzügig bei der Auslieferung bedachte habe ich es nur sehr langsam zuende gelesen. Leider habe ich immer stapelweise Bücher auf dem Tisch, die ich „ganz dringen“ mal lesen soll. Bei diesem bereue ich, es nicht früher gelesen zu haben.

Wolfgang Gründiger ist als Doppelagent in der Parteienszene unterwegs gewesen. Er kam als SPDler in die Piratenpartei. Und exakt das, was ich erwartet habe ist in dem Buch: Die Sicht eines engagierten SPD- Menschen, der wie Alice im Wunderland in die Piratenwelt eintaucht, im Kinski-Kulturverein aufwacht und sich fragt wo er eigentlich gelandet ist. Das Buch ist (für mich immer extrem wichtig weil ich fauler Leser bin) schön flüssig und gut lesbar geschrieben. Es ist emotional, kurzweilig, analytisch, so sachlich wie nötig und Vorurteilsfrei.

Für mich ist der Blick von außen auf meine Partei wichtig: Man versinkt schnell in seiner Berufsblindheit, die Journalisten mit denen ich im Alltag rede ziehen mich da immer wieder raus. Dieses Buch zeigt sehr gut die schwächen unsere aktuellen Kommunikation nach außen und bringt auf den Punkt warum Leute so viel Hoffnung in die Partei steckten und jetzt zu oft enttäuscht sind. Auf der anderen Seite zeigt es, warum Leute bei einer etablierten Partei wie der SPD nicht mehr durchgehend zufrieden sind, auch wenn sie deren Politik gut finden.

Zwischendurch erfährt man interessante Details, die einen überraschen. So z.b. dass der Autor in bestimmten Fällen Polyamor ist. Die Details dazu sollte man in Gänze selber lesen.

Werbung: In meinem Verlag erschien bereits im vergangenen Jahr das Buch Das Betriebssystem erneuert – Alles über die Piratenpartei welches die Piratenpartei mit allen ihren Eigenheiten erklärt.