Wahlkampf kann auch Spaß sein

Seit fast zwei Wochen bin ich nun unterwegs: Bundesparteitag in Neumünster, zwei Anti-Nazi Demos, das Mudderschiff besucht, die Orange Pearl geknipst, ein paar Pressekonferenzen, einige Wahlkampfstände, Diskussionen mit Ordnungshütern und lange Nächste irgendwelchen Kram machen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Und es lohnt sich! Die Piratenpartei ist der lustigste Haufen, mit dem man Wahlkampf machen kann. Einige Fotos von der Zeit gibt es auf flickr.

Nun tauchen die Bilder der Crew13 auf, die ich mal versuche zu sammeln.

 

Crew13: Toleranz

Crew13: Toleranz

Crew13: Physik

Crew13: Physik

Crew13: Beteiligung

Crew13: Beteiligung

Crew13: Anpacken

Crew13: Anpacken

Crew13: Uns

Crew13: Uns

  • Thomas

    Für solche Aktionen / Plakate liebe ich euch Piraten ja. Ganz groß 🙂

  • Super Aktion! Go go Piraten. Morgen zweistellig 🙂

  • Maniac

    Zu blöd das man die bilder nich länger als 5 sekunden bewundern kann ohne zum nächsten weitergeleitet zu werden.

  • Kati

    Drückst du unten „stop slideshow“. Gern geschehn.

  • Als die Grünen im Saarland „Plakatstörer“ gegen die Piraten gemacht haben, war das natürlich total böse und hat einen Shitstorm im Netz ausgelöst. Aber umgekehrt „macht es Spaß“. Komisch, oder?!

  • Heike

    Nö, Christoph, ist menschlich.

  • Eisboer

    @Christoph: hab in der schneller per Google nur eins gefunden, wo dann steht „nö, dann doch lieber grün wählen“. Ohne jeden Zusammenhang zum Plakat.

    Da fällt es mir nicht schwer zu sagen, dass die Piraten bessere „Plakatstörer“ sind.

    (Falls es da mehr gibt, bitte einen Link)

  • Pingback: Der Ruhrpilot | Ruhrbarone()

  • @Heike: Gilt „menschlich“ auch für Grüne oder ist das genau wie „Spaß“ exklusiv den Piraten vorbehalten.

    @Eisboer: Naja, so der Bringer sind die Plakatstörer der Piraten aber auch nicht.
    – „Bildung stärken, Physik verstehen“ – Hä?
    – „Anpacken statt Rumsitzen“ – Stört gar nicht, denn geht am Plakat völlig vorbei.
    – „Beteiligung ist mehr als ein ‚Like‘-Button“ – Sagen ausgerechnet die Piraten, die LQFB als neue Form der Beteiligung propagieren. Da wird doch auch nur geklickt, von weniger als 5% der Mitglieder, aber davon haben einige teilweise 130 Stimmen. Sehr demokratische Form der Beteiligung.
    „Wer ist eigentlich uns“ – Müsste man das nicht auch bei verschiedenen Piraten-Plaketen fragen, z. B. bei „Wir sind die mit den Fragen“ oder „Weniger Meinz, mehr Deins“?

    Aber ist ja auch latte, wer jetzt die besseren Plakatstörter hat. Viel wichtiger, wer die besseren Inhalte hat.
    Wenn es um fehlende Inhalte geht, dann beklagen die Piraten oft, dass sie die finanziellen Mittel einer „0,2%-Partei“ hätten. Sollte man da diese Mittel nicht lieber dafür aufwenden, eigene Inhalte zu transportieren als die andere zu stören? Warum ist den Piraten das Stören so wichtig?

  • Martin

    Christoph, ich bin zwar kein Piratenwähler aber was die Plakate an geht, find ich deine Kritik echt madig. Hast du die vergangenen zwei Jahre im Büro verschlafen? Liest du vielleicht die falschen Zeitungen? Jeder dieser angeblichen Plakatstörer spricht ein aktuelles Thema an. Das haben sie echt fein gemach und gut abgestimmt, nicht nur auf die Slogens der Parteien, sondern auch auf die allgemeine Kritik an den Parteine selbst.

  • svenne99

    @ christoph schade das man dir das „“Bildung stärken, Physik verstehen” Plakat erklären muss. lt physikalischem gesetz ist es nämlich genau umgekehrt, als es die grünen sagen. Jeder Antrieb braucht eine Kraft und nicht umgekehrt… also erst bilden und dann meckern…
    von grün 14 jahre enttäuscht dürfen jetzt die piraten ran!!!!

  • svenne99

    und jaaa ich weiss schon das FRAU KRAFT damit gemeint ist… trotzdem ist es SO, wie auf dem plakat angegeben, unfug.

    denke du solltest auch die menschen verstehen, die sich jetzt den piraten zuwenden. denn wenn bei grün die letzten jahre etwas nicht funktioniert hat, waren immer die koalitionspartner schuld. ich hatte in berlin einige diskussionen mit der bundesfraktion und ausser schade und ja wir probieren kam da nicht viel…. schade! bei der nexten wahl ist es nun mal zeit umzudenken. auch wenn das vielen grünen nicht schmecken will. und die startphase der piraten ist noch geordneter als die der grünen … ich empfehl dir mal folgenden link http://www.youtube.com/watch?v=FyJLBd68PCc&feature=youtu.be aber lächeln nicht vergessen… denn das nennt sich satire 🙂

  • Robert

    @Christoph: demnächst lieber vorher gründlich nachdenken, das lässt dich in einem besseren Licht dastehen, wenn du nicht sogar alle Sprüche erklärt bekommen musst:

    1) „Jede Kraft braucht einen Antrieb“ -> „Physik verstehen“: Eine Kraft ist es, die stets etwas antreibt, und nicht umgekehrt.
    2) „Anpacken statt Rumsitzen“: Lindner sitzt auf den meisten Plakaten nur und deutet mit seinen Händen irgendeine Diskussionsgeste an. Spontan fallen mir als Gegenbeispiel bei den Piraten Aktionen wie die der Musikpiraten, die Gema-freie Liederhefte erstellt, für den Druck Spenden gesammelt und dann an Kindergärten und Schulen verschenkt haben, ein.
    3) Bei LQFB gibt es mehr als nur die Optionen „Nichts sagen“ oder „Ja sagen“. Wie stark sich jeder einbringt, ist jedem selbst überlassen. Es hat sowieso jeder Mensch sein eigenes Thema, das ihn bewegt. Für dieses geht er auf die Straße, für andere nicht. Da ist LQFB eine sehr treffende Abbildung der „realen Welt“. Details wie die Vererbung von delegierten Stimmen sind streitbar und werden auch in der Partei diskutiert und ausgearbeitet (so ausgeprägte Eigenperfektion sieht man bei anderen Parteien nicht).
    4) „Für uns.“ -> „Wer ist eigentlich uns?“: Dies ist keine simple Frage nach der Definition des Uns, sondern fragt die CDU, ob sie mit „uns“ nicht sich selbst meinen, es also zum Selbstzweck machen?

  • Heike

    „@Heike: Gilt “menschlich” auch für Grüne oder ist das genau wie “Spaß” exklusiv den Piraten vorbehalten.“

    @Christoph
    Es sollte bei allen Parteien so viel Selbstironie vorhanden sein, dass man sowas ertragen kann. Das gilt natürlich auch für die Piraten…

  • Treffnix

    Mir ist nichts von Empörung über die grünen Störer bekannt.
    Was ich mitbekommen habe, war lediglich Verwunderung, dass Plakate mit der Forderung nach ( ich glaube ) mehr Transparenz von den Grünen beantwortet wurden mit „Nö, dann doch lieber Grün wählen“, was in dem Kontext seltsam wirkte.

    Obige Plakate wurden übrigens privat ausgedruckt und auf alte Hartfaserplatten und teilweise auch auf alte Schrankrückwände u.ä. geklebt. Es wurden keine Parteimittel „verschwendet“.

  • @svenne99: Aktuelle Themen? Toleranz, Bildung und Mitbestimmung sind ja wohl eher Dauerbrenner. Die Abschaffung des Gymnasiums, das die FDP anspricht, ist hingegen eine aktuelle und landespolitische Frage. Da hätten die Piraten super kontern können, beispielsweise „Eine Schule – gleiche Chancen“ oder etwas anderes zum eingliedrigen Schulsystem. Stattdessen haben sie es aber vorgezogen, mit einer nichtssagenden Plattitüde zu stören.

    @svenne99: Ein Antrieb wandelt nur eine Kraft in eine andere um, also ist beides richtig. Nur wäre dann der Wortwitz weg.

    @Robert:
    1. s.o.
    2. Muss man sich neuerdings mit der Körperhaltung des politischen Gegners beschäftigen und nicht mit seinen Inhalten? Wie schon gesagt, das war inhaltlich eine Steilvorlage für die Piraten, aber sie haben nichts draus gemacht.
    3. Bei LQFB gibt es nur Ja oder Nein, inhaltliche Debatten finden so gut wie nicht statt, sondern werden auf Klicks reduziert. Und es ist keine Abbildung der Realität, es bildet nicht einmal die Piraten ab.
    4. Zugegeben, ein inhaltsloses Plakat kann man schwer inhaltlich kontern, aber vielleicht hätten die Piraten sich ein anderes CDU-Plaket aussuchen sollen, schließlich hatten sie selbst schon ähnliche Plakate gemacht.

    @alle: Die wichtigste Frage, warum die Piraten sich – gerade angesichts ihrer knappen Finanzen – nicht darauf konzentrieren, die eigenen Inhalte deutlich zu machen, hat wieder keiner beantwortet. Das ist genau wie die Plakatstörer selbst: Nebenschauplätze statt wirklicher politischer Themen und Inhalte. Schade, ich weiß, dass die Piraten es besser können.

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