Warum die #Piraten unwählbar sind

Als ich am 13. Mai 2012 mit Bernd Schlömer im Landtag NRW stand und das Wahlergebnis auf den Monitor kam, waren wir die einzigen beiden, die jubelten. Um uns rum nur andere Parteien. Ein lustiger Abend. Bernd sagte damals auf die Frag,e wie sich das anfühle, sinngemäß: „Der Weg nach oben ist immer schön“. Und das blieb irgendwie hängen. Nach dem ersten großen Wahlerfolg in Berlin waren die Piraten ein Selbstläufer. Auf der Welle des Erfolges surfen – eine geile Sache. Und dann kommt der Strand, mit dem keiner gerechnet hat, in Form von Niedersachsen der Bundestagswahl.

piratenpartei

Einfach mal in die Kamera reden

Und das war’s mit dem Höhenflug. Alles geht abwärts, die Piraten sind abgeschrieben, doch nur eine Eintagsfliege. Oder etwa nicht? Manuel Bewarder schrieb diesen guten Artikel, mit dem Ende „Auf Wiedersehen, liebe Piraten“. Und das trifft es. Dieser Sturz war nötig, um die rosarote Brille zu verlieren. Wir sind kein Selbstläufer, wir bekommen nicht 5% durch nichts tun und wir müssen für den Bundestag verdammt noch mal liefern!

Enno Park schrieb diesen Blogbeitrag, durchaus emotional, aber ich kann vielem nur zustimmen. Also fragte ich mal Leute in meinem Umfeld im echten Leben und im Internet, warum die Piraten für sie unwählbar sind. Und es kamen die immer gleichen Punkte. Da ich selber für die Piraten in den Bundestag möchte, ist dies das wichtigste Feedback für mich. Ich habe keine Lust, in der Vergangenheit rumzustochern und zu gucken, wer an was Schuld gewesen sein soll. Das bringt niemandem was. Ich sage nun, wie ich mir die Zukunft der Piraten vorstelle. Damit wir nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Wir brauchen ein klares Profil!
Wenn man eine Partei wählt, dann will man nicht die Katze im Sack. Viele Leute wollen keine Liquid Democracy (bzw. können sich darunter gar nichts vorstellen), sondern alle vier Jahre ihr Kreuzchen machen und dann meckern. Das ist einfacher. Und das ist ok für mich. Noch gibt es keine Tools, um im Bundestag Liquid Democracy zu machen. Wir haben nicht mal eine innerhalb der Partei. Wir haben nur Liquid Feedback, das ein Meinungsfindungs-Tool ohne Verpflichtung ist.

Diesesn Wählern müssen wir sagen: Sind wir links oder rechts? Sind wir für Mindestlohn oder dagegen? Wollen wir Rente mit 60 oder mit 70? Wie wollen wir den Euro retten? Die Schonfrist ist vorbei, wir müssen liefern. Schnell und viel! Das schaffen wir nur, wenn wir die Leute, die Ahnung haben, ihre Arbeit machen lassen und uns selber auf das konzentrieren, wovon wir Ahnung haben. Oder lernen, was wir brauchen, um mitzureden. Das bringt mich zum zweiten Punkt:

Keine Shitstorms!
Niemand interessiert sich für Shitstorms. Wenn ihr zwei Betrunkene in der S-Bahn streiten seht, geht ihr dann hin und fragt, worum es geht? Oder wollt ihr einfach in Ruhe gelassen werden? Und euch lieber gepflegt mit den Leuten unterhalten, die ihr schon kennt und denen ihr vertraut? Man vertreibt mit solchen Streitereien nur Leute, gewinnt aber keinen einzigen. Andersrum sollte man jeden Shitstormer sofort und gänzlich ignorieren. Mailfilter einrichten, bei Twitter blocken, bei Facebook entfreunden und im echten Leben klar machen: Das war scheiße, komm wieder, wenn du es gelernt hast.

Wir sind keine Volks-Hochschule!
Ich erkläre gerne Leuten Dinge, von denen ich Ahnung habe. Auch andere Piraten machen das sehr gerne. Aber niemand hat ein Anrecht darauf. Wer mitreden will, muss informiert sein. Wir wollen Politik machen und keine Volkshochschule sein, die jedem erklärt, wie die Welt funktioniert. Wer das machen will, möge ein Piratenbildungswerk machen, bei dem man Trainings oder Fortbildungen belegen kann. Diese klare Trennung haben andere Parteien genau deswegen. Und ich würde so etwas sehr begrüßen.
Ich muss auch keinem Troll erklären, dass er nervt. Ich bin kein Erzieher, kein Pädagoge, kein Didakt. Ich will Politik machen. Der Troll muss halt weg.

Keine Wähler ohne Profil!
Menschen wählen keine Ideen, Menschen wählen Menschen. Das mag einigen Piraten fremd vorkommen, weil sie in ihrer Peergroup festhängen. Aber fragt mal einen nicht-Piraten. Wieso sonst sind Talkshows so erfolgreich? Dort sitzen Menschen und vertreten Positionen. Ein Pirat in der Öffentlichkeit braucht eine klare eigene Meinung zu Themen, er muss direkt etwas sagen können und er muss wissen, wo er im Leben hin will.
Natürlich kann man von einzelnen Themen keine Ahnung haben und natürlich sollte man die piratische Linie vertreten. Aber immer zu sagen „keine Ahnung“, ist nicht mehr sexy – es langweilt! Wenn ich mit der Presse telefoniere, kann ich auch nicht sagen „keine Ahnung“ – ich mache es wie die Juristen und leite mir die wahrscheinlichste Antwort aus Bestehendem ab. Wir sind z.B. gegen rechts. Und wir sind gegen die Ausbeutung von Einzelnen. Wenn die Frage kommt „Sind sie für Sklaverei?“ so kann ich sagen: „Aus den bestehenden Positionen zur Freiheit des Einzelnen und zu Rassismus kann man davon ausgehen, dass die Piraten keiner Sklaverei zustimmen würden“. Etwas überspitzt, aber das System sollte klar sein. Und natürlich geht das nicht immer so einfach, aber man kann sich eigentlich immer zumindest auf grundlegende Positionen beziehen. Und wo wir noch keine klare Linie haben, muss bald eine her.

Auch weiß ich bei einigen Mandatskandidaten gar nicht, was die Leute eigentlich im Leben wollen und warum sie mich vertreten sollten. Bei anderen weiß ich das sehr genau. Wer kein Profil hat, kann kaum überzeugen. Und man muss auch mal in den sauren Apfel beißen und zu einer unangenehmen Position stehen. Man kann nicht immer „everbody’s darling“ sein.

Transparenz != öffentlich Streiten
Die internen Querelen interessieren niemanden. Wir wollen politische Prozesse öffentlich einsehbar machen. Keiner interessiert sich für Befindlichkeiten und Kleinkriege. Wenn ihr ein Problem miteinander habt: redet miteinander. Wenn ihr nicht klar kommt: Holt euch einen Vermittler dazu. Twitter ersetzt keine Paartherapie.

Wir sind nicht das Zentrum des Universums
Es gibt da draußen Leute, die wollen kein LQFB, keine Pads, keine Wikis, keine Maillisten und keine PDFs. Und vielleicht interessieren sie sich auch gar nicht für uns. Ja, das kommt vor, und nicht alle wissen was auf welchen Maillisten los ist. Die bekommen wir nicht mit Arroganz, nicht mit „steht im Wiki“ und nicht mit „man, bist du doof, weil du FDP/CDU/SPD/… wählst“. Wir werden keine 100% bei der Bundestagswahl bekommen. Es gibt andere Parteien und deren Anhänger. Und auch die haben teilweise gute Ideen und gute Politiker. Seht es ein! Ich hatte dazu mal einen Gastbeitrag bei den Ruhrbaronen. Dort habe ich erklärt, warum man Leute da abholen muss, wo sie jetzt sind, und nicht davon ausgehen darf, dass einem alle schon nachlaufen.

Liefern!
Wir müssen liefern. Zu sagen, das bisherige Urheberecht ist nicht gut, reicht nicht: Wo zeigen wir die Modelle, mit denen es geht? Welches Unternehmen haben wir begeistert, unsere Ideen aufzugreifen? Wo haben wir gezeigt, dass das BGE funktioniert? Wo haben wir gezeigt, dass man verlässliche rechtssichere Abstimmungen online machen kann? Und wo haben wir gezeigt, dass wir effektiv Trolle und Nazis aus der Partei kegeln? Habe ich das alles verpasst?

Ab jetzt:

  • PAV (Parteiausschlussverfahren) gegen jeden Rechten. Schnell und zielführend.
  • Trolle: Ignorieren oder im Extremfall auch raus per PAV. „Partei“ und „parteiisch“ haben miteinander zu tun. Wer uns nicht passt, muss gehen, das ist kein Problem.
  • Wir haben eine Idee? Zeigen, dass es geht!
  • Wir werden gefragt? Wir geben eine Antwort, die NICHT „Keine Ahnung“ ist!
  • Jemand beteiligt sich an einem Shitstorm: Ignorieren
  • Jemand will mitmachen? Arme auf und „HALLLOOOO!“ rufen
  • Menschen transportieren Themen!

Sonst sehe ich langsam, aber sicher den Zieleinlauf der Titanic vor mir.

Mehr davon! Blogposts zum gleichen Thema

  • ThomasG

    Wegen „ab jetzt“: Ganz ehrlich? Was anderes macht doch der Muster-LV Niedersachsen doch nicht. Noch nie da gewesen? – Fehler. Dafür wurde Niedersachsen gescholten.

    Aber ansonsten, passt die Empfehlung und NDS macht das seit gut einem Jahr so.

    • icke

      Den ersten Punkt hinter „ab jetzt“ hast du hoffentlich gelesen?! Mehr sag ich dazu nicht.

  • flexi

    Nee, sorry, genau falsch rum.
    Die Leute wollten uns wählen, weil wir endlich das anders machen wollten, was bei anderen Parteien nervt.
    Heute haben wir das gleiche Gemischtwaren-Programm wie alle anderen…
    Und viele waren gerade von der Idee begeistert, liquid mitarbeiten zu können. Machen wir nur selber nicht.
    Und viele waren gerade begeistert, dass auch mal jemand „Keine Ahnung“ gesagt hat, wo offensichtlich niemand eine Ahnung hat, aber jeder eine Meinung.
    Und viele waren gerade davon begeistert, dass mal jemand nicht links oder rechts sein will, sondern kreative Lösungen findet.
    Aber finden wir Lösungen? Nein, neuerdings sind wir links, ähm, sozialliberal. Toll.
    Nee, nicht liefern. Sondern verweigern, den selben Mist zu liefern wie alle anderen.
    Also:
    – Nebeneinkünfte und Lobbyismus offen legen (Transparenz)
    – Abgeordnetenbestechung strafbar machen
    – Liquid (oder online-Parteitage) verbindlich machen
    – Links und rechts ablehnen, Koalitionen erst recht
    Natürlich hast Du auch in vielem recht, aber das meiste, was Du forderst, ist doch genau das, was gemacht wurde… Und was genau keiner mehr haben will.

  • Peter

    Also was ich bei den Piraten kennengelernt habe. Hier sind 100 % Fachleute, die schon 1000 Jahre Erfahrungen haben. Mir zum Beispiel wurde gesagt, dass Erfahrungen bei den Piraten nicht erwünscht ist. Die gleichen Leute treten von ein Loch in das andere und wollen nicht dazu lernen, aber bilden den Vorstand. Zu mindest hier in Schleswig Holstein, glauben unsere Vorstandsleute, das, wenn sie mal eine Wahl organisieren, sich ein Mal die Woche im Mumble treffen, dann sind sie Politiker. Hier weis keiner, was in
    einer Partei wirklich an Arbeit gemacht wird. Aber auf Leute, die sich über 40 Jahre damit auseinandersetzen und solange politisch tätig sind, da verzichten sie drauf. So eine Partei, die auch keine klaren Aussagen machen können, weil jeder hier meint, dass sie den Fachleuten hier alles zerreden müssen, obwohl sie selber keine Ahnung haben. Leute die alles Heilige nur in der Google Bibel oder alles, was in Wikipedia steht, als die einzige Wahrheit ansehen, diese Partei ist nicht wählbar. Im Gegenteil man müsste die Bürger sogar davor warnen.

    Zu dem haben die Ganzen verkrachte Existenzen, die bei den anderen Parteien schon nichts geworden sind, bei den Piraten schon die Oberhand. Den gleichen Müll, weshalb die Wähler den anderen Parteien weglaufen, wollen sie bei den Piraten aufwärmen. Diese Partei ist nicht wählbar. Die Piraten haben nichts, was die anderen Parteien nicht auch bringen. Niedersachsen war nur der Anfang, die Wahlschlappen werden so weitergehen. Bundestag da könne die Piraten höchst von träumen, aber das haben die, die sich hier in den Vorständen tummeln, schon längst bei den Bürgern verspielt. Die Bürger wollen eine Alternative haben und nicht den aufgewärmten Müll der anderen Parteien. Sie wollen Leute gerade mit diesen Erfahrungen und nicht nur Kinder in der Partei! Die teilweise ihr eigenes Leben noch nicht mal in die reihe bekommen.

    Ich bin seit 40 Jahren erfolgreich politisch tätig, jedoch nicht als Mitglied einer Partei, sondern als Verbandsvertreter von Organisationen die soviel Mitglieder hatten, wie die Piraten niemals erreichen werden. Ich bleibe nur noch dabei, weil ich für drei Jahre meine Beiträge bezahlt habe. Aktiv mache ich für diese Partei nicht mehr den Finger krumm. Als ich Mitglied geworden bin, hat man mir gleich einen 20 Jährigen zu Seite gestellt, der mich kontrollieren sollte, ob ich ja alles richtig mache. So eine Partei ist nicht wählbar! Hier sollten einige erstmal ihr Großkotzigkeit ablegen, dann könnte es vielleicht was werden. Ich möchte noch drauf hinweisen, dass ich beigetreten bin, nur um gerade meine Erfahrungen ein zu bringen. Ich habe vorn herein ausgeschlossen, dass ich irgendwelche Wahlfunktionen möchte oder mich für irgendwelche Parlamente wählen lassen will.

    Zwar hätte ich, da ich es ohnehin auch kenne sicher die Erfahrungen und die Kenntnisse der Arbeit. Aber das habe ich auch gleich gesagt, ich hatte 2010 eine Op am offenen Herzen und das schließt es aus. Ich bin übrigens 60 Jahre und Internet und PC-Fachmann der ersten Stunde, ich beschäftige mich schon über 30 Jahre mit Computer. Ich programmiere und erstelle Internetseiten, als auch habe ich umfangreiche Netzwerk Kenntnisse. Einer der wenigen in meinem Alter, den auch die Informatikstudenten nichts vormachen können. Die Piratenpartei war natürlich für mich wie gerufen. Auch hatte ich die Hoffnung, dass sie eine wirkliche Alternative sein
    werden. Heute weis ich das dieses ein Irrtum ist, die Piraten sind ein billiger Abklatsch der anderen Parteien und machen sich somit überflüssig. So eine Partei ist nicht wählbar LG Peter.

    • icke

      Ich fasse mal zusammen: „Der Vorstand in $Land1 ist doof. $Land2 war nur der Anfang. Ich mache nichts mehr. Aber ich weiß alles.“

      Egal wie alt oder jung jemand ist, aber der Begriff „Mitmachpartei“ kommt nicht von irgendwo. Machen! Nicht wissen. Nicht träumen. Nicht hoffen. Dagegen ist eine Mitgliedschaft nicht mal im Ansatz notwendig, um Erfahrungen einzubringen. Ja selbst sagen darf man was und (fast?) immer teilnehmen. Sogar Anträge dürfen eingebracht werden. Ja, das geht. Einfach so. MitMACHEN statt zugucken. Einzig das Abstimmen steht nur aktiven Mitgliedern zu.
      Wer politische Veränderungen will, muss etwas tun. Tun meint dabei nur ganz selten „reden“, sondern handeln. Da ist man nicht im Landtag? Option A: Buh, die sind ja alle doof. Option B: Herausforderung annehmen. Du hast immer eine Wahl. Immer!

      Und Menschen, die über „billigen Abklatsch“ bei einer Partei reden und gleichzeitig deren Mitglied sind…naja, kann man drüber nachdenken.

      BTW: Da der Beitrag eh nicht zurückgezahlt und wenn die eh alle so total doof sind…Warum noch dabei?

      • Michael

        So, icke, jetzt gehst Du besser den Text Deines Vorredners noch mal durch und dann soltest Du dich entschuldigen. Das dümmliche Geplapper von Dir ist genau das was, was er anprangert – qed.

        • icke

          Und dann? Soll ich da nochmal lesen, dass er eingetreten ist und nur dabei bleibt weil er den Beitrag schon bezahlt hat? Das er erfolgreich ist, aber nicht in einer Partei – das er dabei in einer Partei ist schon Satire. Was wäre denn die richtige Reaktion auf ein Mitglied(!), dass zwar groß durch Worte helfen will, aber öffentlich nur sagt wie schlecht der Laden ist in dem er ist? Gleichzeitig aus einem nicht näher erläuterten Frust seine Parteikollegen als Überwacher (einen zur Seite gestellt) und dumme (Heilige nur in der Google Bibel oder alles, was in Wikipedia steht) menschen darstellt. Nein, durch Meckern ist noch nie was passiert. Entweder man findet sich mit einer Situation ab oder man ändert sie.

          Dabei wäre es völlig egal, wie man etwas ändert, aber versuchen sollte man es wenigstens.

  • TouchingTheRainbow

    Ganz ehrlich, genau das, dass hier in den Kommentaren schon wieder das „dann mach es doch selbst! Sitz nicht faul rum und warte!“ Todschlagargument kommt, wie IMMER auf ALLES ist sowas, was unwählbar macht. Denn es sagt mir nur dass wenn ich selbst keine Politik machen will gefälligst das Maul zu halten habe. Konstruktive Kritik? EGAL! Lieber draufhauen und pampig wie ein Teenager solchen „sei froh dass das überhaupt jemand macht“ Trotz bringen.
    Dass mitmachen auch mal sich was sagen trauen und als Wähler(!) Anregungen bringen dürfen heißt, geht keinem ein. Nein, es herrscht eine schlimmere friss-oder-stirb Mentalität als bei den großen Parteien, wo man wenigstens ein höflich-distanziertes „wir danken für ihre Mail“ bekommt und nicht direkt auf die Nase.

    Und das bringt mich zum zweiten, zur bodenlosen Intoleranz.
    Ich sag es mal ganz deutlich: es geht die Parteigenossen einen Scheiß an, was ihre Wähler in der Freizeit machen, woran sie glauben und wem sie ihre Gesundheit anvertrauen und wem nicht.
    Und solange man als begeisterter Hobbyastrologe (oder was auch immer – reines Beispiel) vor schlimmsten Anfeindungen Angst haben muss und als „Scheiß Eso der eh nichts hier verloren hat und auf den man gut verzichten kann“ bezeichnet wird, will ich euch überhaupt nicht mehr wählen.
    Weil es ekelhaft ist, Menschen so zu verurteilen weil sie an anderes glauben oder anders leben als der Standart-Pirat.
    (Dass eine Marina gleichzeitig komplett unbehelligt behaupten kann, sie sei für Beschneidung weil sonst keine Verbindung mit Gott eingegangen werden kann, ist der reinste Hohn)
    Und das ist nur ein willkürliches Beispiel – es sind mir im letzten Jahr noch viel mehr solcher Szenen aufgefallen, bei denen es um ganz andere Themen ging.

    Quintessenz: Den Leuten ständig eine reinhauen und sich dann wundern warum die Wähler schwinden klappt nicht.

    Ansonsten kann ich dem Post komplett zustimmen.

  • Gnihihi

    guckt mal

    http://www.omnisophie.com/day_183.html

    langer Text mit Kernaussage: Sozialisation der Piraten (deutlich unterscheidbar von CDUlern) macht sie zu Querulanten (im positiven Sinne) in einem System, dessen Gewinnerseite sie kaum kennen – Zeitgeist eben. Leider stehen sie sich selbst im Weg, weil sie sich nicht genügen, weil sie sich überfordern müssen und letztlich scheitern müssen – kennen es ja nicht anders. Dazu ein paar tödliche Widersprüche in der Ideologie („Du hilfst? also musst Du leiden, sonst bist Du Karrierist!!!“).

    Halte das für ein bissl übertrieben, aber der oder die ein oder andere kann ja mal ins Unterbewusstsein gucken, ob sich da nicht vllt ein paar Neurosen verbergen. Die halbe Welt ist verrückt – würde mich also nicht wundern. Damit erklärt er mal eben die ganze Bereitschaft, aber geringe Akzeptanz, die Widersprüche i d Ideologie usw.

    Konkrete Ideen die aber niemals umgesetzt werden:
    Mailinglisten sind Bullshit. Schafft unterschiedlich hart moderierte Plattformen zum kühlen Faktenaustausch – und ja: Trolle kicken. Können sich andere Plattformen raussuchen oder selbst eine aufmachen und ihre Herrschergelüste ausüben. LQFB war ein Anfang – aber irgendwie… ist notwendig, aber über die Streitpunkte werdet ihr euch nie einigen. Gibt XY andere Mglk das zu regeln.

    Trefft euch privat. Einer kennt drei Leute, von denen wieder einer drei Leute kennt usw. Dezentrale Meinungsbildung – aber dazu müsstet ihr euern Transparenzbegriff klären^^

    Und das wichtigste: Kommt ein/e Klugscheißer/in von außen, investiert keine Zeit in laaaaaaaaange Antworten – kloppt sie/ihn nicht weg, sondern nehmt einfach die Quintessenz der Kritik mit. Ihr verschwendet Zeit und zeigt nur wie neurotisch ihr seid. Ich bin’s ja auch^^. Ihr habt als Piraten ohnehin zu wenig Kontakt nach außen. Filterbubble und so. Ihr kriegt ja nichtmal Pressearbeit hin^^ geile Aktionen, aber niemand sieht es. Die Parteiarbeit frisst euch auf – und niemand kriegt es mit. Das ist wie auf Twitter zum Wählen auffordern. Aber ihr wollt es ja so – gewinnen passt nicht in Euer Lebensbild.

    My 2 Cents.

    Klugscheißermodus *off

  • Sogeht es nicht weiter

    Was soll das für ein Artikel sein. Wer uns nicht passt muss gehen ? Ist doch einer ein wenig Faschistisch…. Das hört sich aber ganz anders an als vorher wo es hies wir sind eine Mitmachpartei, hier darf jeder mitmachen, hier wird nicht diskreminiert. Jetzt heißt es wer „uns“ nicht passt muss gehen. Das ist ziehmlich sorry für das Wort Hirnverbrannte Strategien habt ist jedem mittlerweile Aufgefallen. Wer sind den die Wirs die entscheiden ob einer Person selektiert wird.? Sind wir hier jetzt bei der menschlichen Auslese?????? Immer mehr richtug Radikale Partei, Muss man ja schon fast als Piraterismus titulieren…………Ich weiß nicht was schlimmer ist… ein paar Rechte oder ein Paar Linke die sich offen bekennen oder Scheinheilige die nach Außen so tun als wären Sie ein paar Flauscher aber dann mit Tribunalen auf Ihre Mitglieder losgehen wenn diese nur ein Wort sagen was Ihnen nicht passt. Soviel zu Wir stehen für Grundrecht. Zb das der freien Meinungsäußerung. Das würdest du am liebsten jetzt erstmal abschaffen Schlömer was….

  • Pirat123

    Du kleiner Spinner Schlömer… Steck dir deine TROLL Diskriminierung in deinen Allerwertesten. DU trollst doch auch NRW…. Hau endlich ab du komischer Affe…… Menschen als sowas wie Trolle zu bezeichnen nur weil sie nicht so funktionieren wie der Fatzke will und dann noch total abwertend darüber zu reden das es nicht deren Beruf ist jeden Tag Politik zu machen und er da ja nichts erklären muss. Wo kommst du denn her verpiss dich aus der Politik. So arrogante Affen wie dich braucht kein Mensch. Troll ist eine Beleidigung der Beleidigt hier ungehindert andere. Versucht unliebsame in eine Ecke zu drängen und sie gemeinschaftlich auszugrenzen. Das sind doch Nazi Methoden………….. dem kann man nichts glauben……..

  • Jugus

    Da kommt langsam die wahre Rechte Gesinnung der Piraten durch. Hat dieser Delius sich damals wohl doch nicht verquatscht als der die Piraten mit der NSDAP verglich. IN NRW sollen ja bei der Klaus Hammeraffäre auch Hitler Bilder in deren Büros gefunden worden sein. An der Wand hängend. Ich würde auch sagen die Typen sind mit höchster Vorsicht zu genießen wer weiß welcher Gesinnung sie wirklich folgen. Wird nicht lange dauern bis es da zu Eskalationen kommt auch Gewaltübergriffe kann und darf man da nicht aussschließen. Was ich von einigen Piraten mitbekomme ist einfach nur der blanke Horror. Wenn man die wählt öffnet man die Büchse der Pandora.

  • soulless

    Die Piraten wurden mal als sozialliberal wahrgenommen. Das ist etwas was fehlt. Unterdessen kann man sich absolut nicht sicher sein nachher etwas linksdogmatisches oder radikalfeministisches gewählt zu haben.
    Gibt es halt beides schon. Wer linksdogmatisch will hat die Linke zur Auswahl, wer radikalfeministisch will die Grünen. Wofür dann eine Partei wählen die nachher an der 5-Prozent-Hürde scheitert?
    Wenn jeder, der nicht so links ist wie manche sich das wünschen automatisch rechts ist und eine PAV bekommt braucht es keinen Eisberg. Dann reicht ein Eiswürfel.

  • Achim

    Ich sehe ein paar Dinge ähnlich, ein paar anders: https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Acepoint/BTW2013

  • Horst Bartels

    Einige Kommentare verwechseln „Mitmachen“ mit „ewig Scheiss bauen und auch noch Beifall haben wollen“. Wenn wir die ganzen Rechten und sozial verwirrten loswerden, dann haben wir vielleicht eine Chance auf Änderung. Sonnst verkackt die Partei eine Chance die nicht so schnell wieder kommen wird.

  • Sarah Maria

    Mhm. Zu fragen, warum die Piraten unwählbar sind, ist meiner Meinung nach viel zu kurz gegriffen. Ich fände es sinnvoller zu fragen, warum die Piraten wählbar waren. Warum wurden sie gewählt – und jetzt nicht mehr?

    Wenn man den Mitmachaspekt kastriert, sich ein linksliberales Programm zulegt und die Politik von einigen medienwirksamen Köpfen dominieren lässt, kann man sich die Arbeit auch sparen und zur Linkspartei oder den Grünen gehen. Warum das Rad neu erfinden und nicht von ihrer Erfahrung profitieren? Ich sehe wirklich keinen Grund, warum ein Haufen fähiger unerfahrener Leute einen Haufen fähiger und wesentlich erfahrenerer Leute ersetzen sollten.

  • otto halali

    genau so eine links- ver-drehte Partei, von denen wir schon etliche haben!! Deshalb nicht wählbar. Und alle, die eine andere Meinung haben werden auch dort als Rechte diffamiert!! Schlimm,-))))

  • Manfred

    Wer „Keine Ahnung“ nicht schön findet, sollte nicht so locker-flockig von Parteiausschlussverfahren reden, wenn er davon offensichtlich keine Ahnung hat.

    Der einzige Absatz, der einigermaßen Sinn ergibt, ist zwar mit „Liefern!“ überschrieben, stellt aber nur Fragen. Zum überwiegenden Teil (nämlich bis auf die letzte) sind das sogar richtige Fragen, nur dann fang doch mal an! Damit deute ich gar nicht die „Mach’s doch selber!“-Keule an, die hier schon anderen vorgeworfen wurde, sondern meine – entsprechend Deiner Fragestellung „Wo haben wir gezeigt….?“ – einfach das Zeigen. Zeig es doch! Zeige, wo Du oder die Piraten die Finanzierbarkeit des BGE oder die Strukturen eines zeitgemäßen Urheberrechts in der Wissensgesellschaft erarbeitet und/oder vertreten haben – und Du machst Politik!

    Mit so trolligen „Warum Piraten unwählbar sind“-Unkereien bringst Du niemanden weiter.

  • Sasha

    Ich bin noch Anarchist genug (mit meinen 42) um die Piraten gut finden zu können, habe aber mittlerweile genug Verstand um dies nicht zu tun.

    Wenn ich an Piraten denke fallen mir spontan ein: Shitstorm, Arroganz, Selbstverliebtheit und Verachtung gegenüber Andersdenkenden.

    Alleine im letzten Jahr habe ich 4 (!) Twitter Accounts verloren nachdem ich kritische oder ironische Aussgen zur Piratenpartei gemacht habe.

    Zwei Beispiele:

    Es lief der Presseclub im ZDF und jemand fragte auf Twitter warum Frau Weisband eigentlich nicht daran teilnehme. Daraufhin schrieb ich auf Twitter (und das war mein erster Tweet in Bezug auf Piraten mit dem Account): „Vielleicht hat sich die Weisband vertwittert. Aber wer vermisst die Dame schon?“

    Knapp eine Minute später war der Account zerlegt. Keine Follower mehr, keine Möglichkeit mehr einen Tweet zu senden.

    Eine Woche später unterhielt ich mich mit einem Piraten bei Twitter über diesen Vorfall. Als mir seine Arroganz irgendwann auf die Nerven ging entfolgte ich ihm und damit er mir nicht mehr schreiben konnte blockierte ich ihn. Eine Minute später war mein Account zerlegt. Wieder alle Follower weg und keine Möglichkeit mehr zu tweeten.

    Daraufhin schrieb ich die Piratenpartei an. Ergebnis: so etwas könne schon mal passieren und, Zitat:

    „Es gibt übrigens eine Open-Source-Alternative zu Twitter, versuche es doch ‚mal mit identi.ca.

    Grüße aus der virtuellen Bundesgeschäftsstelle“

    Also einfach woanders hingehen wenn einem die Zensur nicht gefällt.

    Thema Shitstorm: was die Piraten damit betreiben ist nichts anderes als eine virtuelle SA die auf alles einprügelt was anders denkt oder unbequem ist. Am Ende war ich soweit das ich den Begriff Piraten gar nicht mehr grammatisch richtig schrieb um einen neuen Zerlegung meines Accounts zu umgehen. Ich verwendete dann den Begriff Piratn oder Pir.aten um mich vor neuen Attacke zu schützen.

    Und: das Internet ist soweit in das Privatleben der Menschen eingedrungen (mit unabsehbaren negativen Folgen) das ich einer Partei nicht zustimmen kann bei der ich 24/7 am Laptop oder Smartphone hängen muss um aktuell zu sein. Danke, das brauche ich nicht.

    Was in Niedersachsen passiert ist freut mich. Ich hoffe dieses Ergebnis kann ich auch im Oktober erwarten. Damit die Arroganz und der Piraten und die Angst vor ihnen im Netz endlich mal eine Ende hat.

    Danke für den Beitrag „Warum die #Piraten unwählbar sind“. Das war Zeit.

    • Daniel

      Hallo Sasha,

      Es mag Dich überraschen, aber die Piratenpartei ist nicht der Betreiber von Twitter. Piraten können Dir nicht den Account zerlegen. Auch wenn viele Twitter User Dich alle bei Twitter reporten – und das ist das stärkste, was man machen kann – wird Dein Account nicht automatisch gelöscht oder gesperrt, egal, wie viele Leute auf „Report“ klicken. Wenn ganz viele Leute jemanden reporten, dann wird aber sicher wesentlich schneller ein Mitarbeiter von Twitter auf Deinen Account sehen. Aber Dein Account wird dennoch nur gelöscht, wenn dieser Twitter Mitarbeiter zu dem Schluß kommt „Ja, der Nutzer hat gegen die Nutzungsbedingungen von Twitter verstoßen“.

      Das heißt, wenn innerhalb weniger Minuten nach Deinen Tweets (eine Minute glaub ich Dir eh nicht) ein Twitter Mitarbeiter Deinen Account reviewed, und Dich daraufhin sofort grillt, dann gehe ich davon aus, daß Du Dich dort nicht für 2 Cent im Griff hast, und die anderen Dich nicht wegen einer abweichenden Meinung reportet haben, sondern weil Du dort völlig frei drehst.

      In diesem Sinne: Angenehmes socializing.

      Daniel

      • Sasha

        Hallo Daniel!

        Tatsache ist das 4 Account gesperrt wurden nachdem ich Aussagen über die Piraten machte. Die Aussagen waren jeweils in dem Ton wie ich hier schreibe. Wie das alles technisch funktioniert weiß ich nicht und es ist mir auch egal. Ich habe meine Erfahrungen mit den Piraten gemacht und dazu gelernt.

        Ich habe vor jedem Respekt der neue Wege gehen will. Und in dem Ton bin ich den Piraten begegnet. Aber nun habe ich mich entschieden wieder zu meiner „alten“ Partei zu gehen und DORT neue Wege zu versuchen. Die Piraten benötige ich dazu nicht.

        Sasha

  • Sebastian

    Zum wählbar sein gehört auch die eigene Darstellung in der Öffentlichkeit und da stimmt so einiges nicht. Die Webseite sollte aufgeräumt werden, oder zumindest geteilt. Warum ist der nun Sichtbare teil nicht so untergebracht, dass man ihn erst findet, wenn man ihn sucht? Es muss schnell eine Repräsentative Seite mit klaren Grundinformationen her auf die man kommt, wenn man nach den Piraten sucht.

    Die Webseite geht aber noch. Viel schlimmer ist unter anderem die Facebookseite https://www.facebook.com/PiratenparteiDeutschland?fref=ts

    Wer diese Seite betritt mit dem Wunsch sich über die Piratenpartei und ihr Programm zu informieren wird schnell enttäuscht. Betrachtet man die Facebookseite einmal mit den Augen des unentschlossenen (nicht Protest) Wähler wird einem schnell klar dass hier so einiges nicht stimmt. Also ich würde eine Partei die so einen Müll Postet wie er hier zu finden ist nicht wählen. Die Seite ist so peinlich, dass man kaum gefällt mir klicken mag.

    Und auch wenn viele unter den Piraten gerade Facebook nicht mögen, so ist es doch genau die Stelle, an der man Zukünftige Wähler abholt.

  • Pingback: Lesenswert: Warum die #Piraten unwählbar sind | Enno Lenze | darkdestiny.de()

  • toffy

    Als ehemaliger potentieller Wähler der Bundespiraten vermisse ich massiv eine Personaldiskussion innerhalb der Piraten. Der Niedergang der Piraten in der Wählergunst hat sehr viel mit dem Berliner Personal zu tun. Da sind Rücktritte und Umbesetzungen klar notwendig um einen Neuanfang zu ermöglichen und glaubwürdig zu argumentieren. Es geht inzwischen nicht mehr um Inhalte – es geht um die Form. Offensichtliche Interessenkonflikte, schlechte Manieren und deutlich sichtbarere Profilneurosen qualifizieren nicht für die Durchsetzung inhaltlicher Politik. Insofern ist parteiintern sicher eine andere Diskussion zu führen. Die Argumente des Publikums, es fehlten Inhalte, halte ich für vorgeschoben um nicht allzu persönlich werden zu müssen.
    Selbst ein Rösler bietet sein Amt nach einem etwas doppeldeutigen Wahlerfolg an – wo bleiben da Angebote der Berliner Piraten?

  • Denk.mal!

    Konsequent PAV gegen jeden Rechten ist richtig und notwendig. Und mir dir, Enno, sollte man da anfangen. Für mich bist du ganz eindeutig ein kollektivistisch-völkische Sau und gehörst aus der Piratenpartei gekegelt!

    • Sasha

      Wenn ich so etwas lese weiß ich warum die Piraten nicht mehr gewählt werden und nicht gewählt werden sollten. Ich hätte Angst um meine Kinder wenn solche Menschen „regieren“ würden.

      Danke, Denk.mal! für diese traurige Demonstration. Anonym Menschen beleidigen scheint ja euer Ding zu sein – das Internet ist voll davon. Sehr traurig, dieser Zeitgeist. Sehr traurig.

  • Richard

    Wenn ich all diese Kommentare lese, weiß ich spätestens jetzt, dass es mit den Piraten nun endgültig vorbei ist. Ihr habt nicht begriffen, dass es nicht um euch geht, sondern um die Menschen da draußen – offline. Es sind diese Menschen, die euch nicht wählen, weil ihr einfach unsympathischer und abgehobener seid als die meisten Politiker der etablierten Parteien. Selbst Rösler macht eine bessere Figur als ihr alle zusammen.

    Und nein, ich bin nicht Pirat. Ich bin ein von euch enttäuschter Wähler.

  • Bastl

    Ist ja nicht so als gäbe es zu wenig Themen um die sich die hiesige Politik nur unzureichend kümmert. Als potentieller Wähler suche ich noch eine Partei, die sich mal um die folgenden Themen ernsthaft auseinander setzt und das auch deutlich und kompetent in der Öffentlichkeit kommuniziert ohne sich selbst zu zerfleischen:

    – Korruption in Wirtschaft/Politik (inkl. keine Zweit-/Dritttätigkeiten für Berufspolitiker, neue Modelle für öffentliche Ausschreibungen/Großprojekte, Lobbying etc.)
    – (Rechts-)Sicherheit (Verfehlungen von Verfassungsschutz und Innenministerium / gewinnorientierte soziale Einrichtungen / Unabhängigkeit der Justiz)
    – Steuern (inbesondere das Thema der niedrigen Abgeltungssteuer auf Kapitalanlagen im Vergleich zum normalen Steuerzahler / Steuerstrafverfolgung – Steuer CD’s und warum nicht in jedem Bundesland rigoros gegen Steuerflüchtlinge gefahndet wird -> neue Modelle nötig?)
    – Freiheit im Netz und außerhalb (nun euer Spezialthema, aber leider das einzige was beim großen Rest ankam)
    – mehr Demokratie

    Das sind schonmal fünf große Themenblöcke bei denen ich mich persönlich in der Politik unterrepräsentiert fühle und noch eine Partei suche, die ein paar Spezialisten für diese Themen in ihren Reihen hat oder holt. Leute wie Udo Vetter in die eigenen Reihen zu holen ist der erste gute Schritt in die meiner Meinung nach richtige Richtung. Ich denke ich bin nicht der einzige der sich bei o.g. Punkten große Sorgen um unser Land macht. Damit kann man nicht nur mich als Wähler abholen.

  • JTB

    und nicht nur „HALLLOOOO!“ rufen, sondern, wenn jemand nicht mehr kommt, auch ruhig mal nach den gründen fragen. viele kommen zu den piraten, weil die piratenpartei eine art restglauben an die politik ist – und sehr viele gehen enttäuscht wieder, unbeachtet. aus diesen eindrücken kann die piratenpartei viel für sich lernen.

    • enno

      Das stimmt wohl. Ich befürchte nur, dass ich z.b. es fast nie mitbekomme, wenn jemand nicht wieder kommt, weil ich immer so viele neue Leute treffe. Aber auch dafür muss ein System her.

  • betzli

    Mitläufer willkommen, kritische (die dich und deine Ansichten evtl. Kritisieren, oder gar Konkurrieren) aber bitte nicht. Wer hat dich denn Bezahlt die Piraten kaputt zu machen ?
    So wird das was, weiter so, geht nur den gleichen Weg wie die Linken, da sind auch viele gute Kritische Leute weg nach dem es um Ämtchen ging.

  • Pingback: Neue Chance – Jetzt erst recht!!! | piratmatzka()

  • NichtWaehler

    Guter Ansatz! Theorie.
    Mal sehen wie die Praxis wird.

  • LargeAMount

    Jo. so siehts aus. In der letzten BTW habe ich noch Piraten gewählt, jetzt nicht mehr. Warum? Ich halte das BGE für Schwachsinn, das war jedoch nicht der Grund, die Piraten nicht zu wählen. Ich hab mal auf der Piratenpage gefragt wie genau sich das BGE vorgestellt wird – als Antwort wurde mir Dummheit unterstellt und ich solle mich mal informieren. Genau das hatte ich ja versucht, mich zu informieren. Für mich sind die Piraten gestorben.

    • enno

      Sehr schade, aber verständlich. Danke fürs Feedback 🙂