Einträge von enno

Hong Kong: von Hello Kitty bis Hallo Kotti

Eigentlich war ich von der Hong Kong Baptist University (HKBU) eingeladen, um einen Vortrag über die Lage in Kurdistan zu halten. Da bietet es sich an, ein paar Tage länger zu bleiben. Zum einen wegen des Jetlag, zum anderen, um die üblichen Touri-Sachen zu machen: Macao, Victorias Peak, doppelstöckige Straßenbahn fahren. Natürlich hatte ich die […]

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Mit dem Rettungswagen von Berlin nach Syrien

„Wir bleiben solange, wie wir die Sicherheit unseres Teams sicherstellen können“, sagt mir der Mitarbeiter von Cadus, während er auf die Meldungen auf dem Bildschirm starrt. Das Büro ist ein Dauer-Provisorium, eine zweite Etage ist mit Gerüstbauteilen realisiert. Durch das rote Licht bei Nacht erinnert es mich an die Einsatzbeleuchtung auf einem Kriegsschiff. Aber mit […]

Praktikum im Krisengebiet

Kriegsberichterstatter haben eines mit Rettungswagenfahrern und Chirurgen gemeinsam: Sie können den Kern ihrer Arbeit nicht „üben“. Man kann es irgendwie simulieren, man kann sich mit der Lage vor Ort befassen, aber irgendwann geht es im echten Leben und mit echten Konsequenzen los.  Was macht ein Kriegsberichterstatter? Die Vorstellungen, die Leute vom Leben als Kriegsberichterstatter haben, […]

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Mosul – Der Film

„War is boring – until it’s not“ kannte ich als Spruch, habe ihn aber erst in Kurdistan verstanden. Als ich 2014 mit den Peschmerga in einem Vorort von Mossul war, passierte gar nichts. Überhaupt nichts. Es gab zu dieser Zeit an dieser Stelle einfach keine Kampfhandlungen und mein Video von dort könnte auch einen Grillplatz […]

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Kurdistans Filmcomission

In einem 80er Jahre US-Spielfilm sieht man „Kurden“ in arabischer Tracht mit ihren Kamelen auf der Spitze rötlicher Berge stehen. Dem Biologen fällt auf, dass Kamele selten auf dem Berg wohnen. Dem Geologen fällt auf, dass es so flache, rote Berge in Kurdistan gar nicht gibt. Dem Kurden fällt auf, dass er gar kein Araber […]

Willkommen im Nahost Konflikt!

„Schieß nicht so hoch, sonst triffst du Khomeini“ – sagt ein Peschmerga lachend zum anderen. Wir stehen auf einem der Schießstände der Kurdischen Sozialistischen Demokratischen Partei (KSDP), neben den parteieigenen Feldern. Vor uns erheben sich die Berge des Kandis-Gebirges, in Sichtweite ist der Grenzübergang zum Iran. Der Vorsitzende Kaka Hama, den ich von vergangenen Reisen […]